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Shopify Shop erstellen lassen: Kosten und Ablauf
August 1, 2026 · WOCX
Einen Shopify Shop erstellen zu lassen kostet in Deutschland 2026 realistisch zwischen 3.000 und 8.000 Euro für einen soliden Starter-Shop, 8.000 bis 50.000 Euro für individuelles Design mit Schnittstellen, und Freelancer liegen häufig bei 1.500 bis 3.000 Euro. Die Zeitangaben dazu fehlen in fast jedem Angebot, deshalb hier zuerst unsere: ein Shop unter fünfzig Produkten braucht bei uns mindestens drei Tage, und eine vollständige Migration mit über 280 Produkten und 35 Inhaltsseiten hat rund fünfzehn Tage gedauert, inklusive neuer Layouts.
Diese Spanne von 1.500 bis 50.000 ist erklärungsbedürftig, und die meisten Seiten zum Thema erklären sie nicht. Sie listen Pakete. Was tatsächlich zwischen dem günstigen und dem teuren Angebot liegt, ist selten das Design und fast nie der Code.
Was den Preis wirklich bestimmt
Der teuerste Teil eines Shopify-Projekts ist nie das Aussehen. Teuer wird es dort, wo Logik sauber funktionieren muss: Produktvarianten, die sich gegenseitig ausschließen, Filter über große Kataloge, Bundle-Regeln, Versandzonen mit unterschiedlichen Schwellen, die Anbindung an eine Warenwirtschaft, sauberes Tracking. Ein Shop mit zwanzig Produkten und einer Zahlungsart ist ein Nachmittagsprojekt im Vergleich zu einem Shop mit dreihundert Varianten und einem ERP dahinter, selbst wenn beide identisch aussehen. Wer ein Angebot vergleicht, sollte deshalb nicht Designleistungen gegeneinanderhalten, sondern fragen, welche dieser Logikpunkte im Preis enthalten sind. Genau dort entstehen die Nachträge.
| Projektumfang | Marktübliche Spanne | Wo das Geld hingeht |
|---|---|---|
| Freelancer, Standard-Theme | 1.500–3.000 € | Umsetzung, kaum Strategie |
| Starter-Shop, Agentur | 3.000–8.000 € | Theme-Anpassung, Grundstruktur |
| Individuelles Design, Schnittstellen | 8.000–50.000 € | Logik, Integrationen, Tracking |
| Migration von anderer Plattform | Aufschlag | Redirect-Mapping, Datenbereinigung |
Die untere Kante ist kein schlechtes Geschäft, sie ist ein anderes Geschäft. Dort kaufen Sie Umsetzung und liefern die Entscheidungen selbst. Das ist völlig richtig, wenn Sie genau wissen, was der Shop können muss.
Wie lange es tatsächlich dauert
Zeitangaben sind in diesem Markt selten und deshalb hier unsere echten, nicht die aus einer Broschüre. Ein überschaubarer Shop unter fünfzig Produkten liegt bei mindestens drei Tagen von Anfang bis Livegang, und die Untergrenze wird vom Testen bestimmt, nicht vom Aufbau. Eine einzelne Landing Page von Grund auf kostet uns zehn bis elf Stunden, davon fünf bis sechs reine Recherche, bevor die erste Zeile Code existiert. Eine vollständige Magento-zu-Shopify-Migration mit mehr als 280 Produkten und über 35 Inhaltsseiten hat rund fünfzehn Tage gebraucht, und in diesem Projekt wurden die Layouts zusätzlich neu gebaut statt einfach übernommen.
| Projekt | Realistische Dauer |
|---|---|
| Shop unter 50 Produkten | ab 3 Tagen |
| Einzelne Landing Page | 10–11 Stunden, davon 5–6 Recherche |
| Geklonte bewährte Seite | ab 3 Stunden |
| Migration, 280+ Produkte, 35+ Seiten | rund 15 Tage |
Der Grund, warum große Projekte nicht linear mit der Produktzahl wachsen: Kataloge importieren in Stapeln, Entscheidungen nicht. Zweihundert zusätzliche Produkte kosten Stunden. Fünfunddreißig Inhaltsseiten, von denen jede ein Redirect-Ziel und eine Layout-Entscheidung braucht, kosten Tage.
Agentur, Freelancer oder selbst bauen
Die Entscheidung hängt weniger am Budget als daran, wie klar Ihre Anforderungen schon sind. Wer genau weiß, welche Seiten es geben soll, welche Texte daraufstehen und wie der Bestellprozess laufen muss, kauft bei einem Freelancer Umsetzung ein und spart erheblich. Wer diese Fragen noch nicht beantwortet hat, zahlt bei einem Freelancer zweimal: einmal für den ersten Bau und einmal für den Umbau, sobald klar wird, was gefehlt hat. Eine Agentur ist dann teurer und trotzdem günstiger, weil die Klärung Teil der Leistung ist.
Selbst bauen ist eine echte Option und wird zu selten empfohlen. Shopify mit einem guten Standard-Theme trägt einen sauberen Shop ohne eine Zeile Code, und für ein erstes Sortiment ist das oft die richtige Wahl. Der Punkt, an dem es kippt, ist nicht der Umsatz, sondern der Moment, in dem Sie anfangen, Apps zu installieren, um Lücken zu schließen. Auf den Shops, die zu uns kommen, laufen im Schnitt rund fünfzehn Apps, und mehr als sechzig Prozent haben Performance-Probleme, die messbar Umsatz kosten. Beides entsteht fast immer aus genau diesem Muster.
Woran Sie ein gutes Angebot erkennen
Vier Fragen trennen brauchbare Angebote von teuren Enttäuschungen, und alle vier lassen sich vor der Beauftragung stellen.
Erstens, wie viele Stunden gehen in Recherche und Konzept, und was wird dabei tatsächlich angesehen. Zweitens, sind später alle sichtbaren Texte im Theme-Editor änderbar, ohne dass wieder ein Entwickler nötig wird. Drittens, wird im Theme gebaut oder in einer Page-Builder-App, denn die App kostet monatlich weiter und bringt Ladezeit mit, ein Zusammenhang, den wir in Apps, die den Shop verlangsamen aufgeschlüsselt haben. Viertens, wie viele Korrekturrunden sind enthalten und was kostet die nächste.
Wer auf alle vier klar antwortet, darf am oberen Rand der Spanne liegen. Wer ausweicht, ist auch am unteren Rand zu teuer. Die technischen Grundlagen dazu stehen bei Shopify selbst, und wer versteht, was eine Section ist, erkennt in wenigen Minuten, ob ein Angebot durchdacht ist.
Die deutschen Pflichtteile, die kaum ein Angebot nennt
Ein Punkt, den internationale Anleitungen zu diesem Thema regelmäßig auslassen, weil er außerhalb des deutschsprachigen Raums schlicht nicht existiert: ein Shop, der sich an deutsche Verbraucher richtet, braucht rechtliche Pflichtseiten, und deren Fehlen ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Abmahnrisiko. Dazu gehören Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und die Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular. Dazu kommen Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer, ein sichtbarer Hinweis auf Versandkosten vor dem Kaufabschluss und eine Bestellschaltfläche, deren Beschriftung die Zahlungspflicht eindeutig macht. Shopify liefert dafür Textfelder und Vorlagen, aber keine Rechtsprüfung, und die meisten Agenturangebote schließen die juristische Seite ausdrücklich aus. Klären Sie vor der Beauftragung, wer diese Seiten einpflegt und wer für ihren Inhalt geradesteht, denn das sind zwei verschiedene Fragen und die zweite beantwortet kaum jemand freiwillig.
Neben den Rechtstexten fehlen regelmäßig vier weitere Posten. Verkaufstexte, weil viele Angebote voraussetzen, dass Sie die Produktbeschreibungen liefern. Produktfotos in Werbequalität, ein eigenes Gewerk mit eigenem Budget. Die Einrichtung des Trackings, ohne die Sie später nicht beurteilen können, ob der Shop funktioniert. Und der laufende Betrieb nach dem Launch. Ein Angebot über 3.000 Euro, bei dem diese vier bei Ihnen liegen, ist der Anfang einer Rechnung, nicht ihr Ende.
Zahlungsarten sind im deutschen Markt keine Nebensache
Noch ein Punkt, an dem sich der deutschsprachige Markt deutlich von dem unterscheidet, für den die meisten Shopify-Anleitungen geschrieben sind. Deutsche Käufer erwarten Zahlungsarten, die anderswo Randerscheinungen sind, und das Fehlen der richtigen Option kostet Bestellungen direkt an der Kasse. Rechnungskauf steht dabei ganz oben, weil ein spürbarer Teil der Kundschaft schlicht nicht vorab bezahlen möchte, gefolgt von PayPal, Lastschrift und den Ratenmodellen. Kreditkarte allein, die in vielen internationalen Beispielshops als Standard gilt, deckt den deutschen Markt nicht ab. Für das Projekt bedeutet das zweierlei: die Auswahl gehört in die Konzeptphase und nicht ans Ende, und jede zusätzliche Zahlungsart bringt eigene Regeln für Versand, Stornierung und Rückerstattung mit, die im Checkout und in den Rechtstexten sauber abgebildet sein müssen. Wer das nachträglich einbaut, zahlt dafür zweimal.
Was Projekte teuer macht, und was Sie davon steuern
Innerhalb jeder Preisspanne entscheidet ein Faktor über oben oder unten, und er liegt fast vollständig beim Auftraggeber. Aus unserer Arbeit ist es immer dasselbe Muster: Angebote werden teuer, wenn nicht klar ist, was der Shop können soll, oder wenn versucht wird, sehr viele Ideen gleichzeitig auf einer Seite zu testen. Beides erzeugt Rückfrageschleifen, und Rückfrageschleifen werden von jedem seriösen Anbieter als Risiko eingepreist, bevor sie überhaupt entstehen.
Die Gegenmaßnahme kostet eine halbe Stunde. Schreiben Sie vor der Anfrage auf, welche Seiten es geben soll, welche Produkte mit welchen Varianten darauf liegen, wie der Bestellprozess laufen soll und welche Zahlungsarten Sie brauchen. Legen Sie zwei oder drei Referenz-Shops dazu, deren Aufbau Ihnen gefällt. Wer mit diesem Paket anfragt, kauft am unteren Rand der Spanne ein, weil der Anbieter keine Unklarheit einpreisen muss.
Umgekehrt gilt aber auch: Wer diese Klarheit noch nicht hat, ist kein schlechter Kunde, sondern am Anfang. Ein guter Anbieter übernimmt diesen Teil mit, recherchiert den Markt, sieht sich an was im Segment bereits funktioniert, und legt einen konkreten Vorschlag vor, auf den Sie reagieren können. Auf etwas Konkretes zu reagieren ist deutlich einfacher, als es aus dem Nichts zu beschreiben. Fragen Sie also nicht nur nach dem Preis, sondern auch danach, ob die Konzeptarbeit enthalten ist.
Was ein guter Shop tatsächlich einbringt
Die Kostenfrage ist ohne die Ertragsseite unvollständig, und dazu eine Zahl aus unserer eigenen Arbeit. Auf einer Produktseite haben wir fünf Dinge im Bereich um den Kaufen-Button geändert, ausschließlich Theme-Code, keine App, keine Neugestaltung. Die Conversion Rate dieser Seite stieg von 3,9 auf 5,3 Prozent, also rund 36 Prozent mehr Bestellungen bei unverändertem Traffic. Die Aufschlüsselung steht im englischen Stück über die Buy Box, und die systematische Reihenfolge dazu unter Shopify Conversion Optimierung.
Rechnen Sie das gegen die Spannen oben. Auf einem Shop mit echtem Traffic amortisiert sich ein Conversion-Sprung dieser Größenordnung in Wochen, und dann war der teurere Shop der günstigere. Auf einem Shop mit dreißig Besuchern am Tag amortisiert sich nichts davon, und dort ist die schlanke Umsetzung die vernünftige Entscheidung. Der Traffic entscheidet, welche Zeile der Tabelle für Sie gilt, nicht der Anspruch. Wer den Kostenrahmen für einzelne Bausteine sucht, findet ihn unter was ein Shopify Store kostet und was Custom Sections kosten.
FAQ
Was kostet ein Shopify Shop vom Profi?
Marktüblich 3.000 bis 8.000 Euro für einen soliden Starter-Shop bei einer Agentur, 1.500 bis 3.000 bei Freelancern, 8.000 bis 50.000 mit individuellem Design und Schnittstellen.
Wie lange dauert ein Shopify Shop?
Unter fünfzig Produkten ab drei Tagen. Eine Migration mit über 280 Produkten und 35 Seiten hat bei uns rund fünfzehn Tage gedauert, inklusive neuer Layouts.
Agentur oder Freelancer?
Wer genau weiß, was der Shop können muss, kauft beim Freelancer Umsetzung und spart. Wer das noch klärt, zahlt beim Freelancer zweimal.
Kann ich den Shop selbst bauen?
Ja, mit einem guten Standard-Theme trägt das ein erstes Sortiment. Es kippt, sobald Sie Apps installieren, um Lücken zu schließen.
Welche Zahlungsarten braucht der Shop?
Rechnungskauf steht im deutschen Markt ganz oben, dazu PayPal, Lastschrift und Ratenmodelle. Kreditkarte allein reicht hier nicht und kostet Bestellungen direkt an der Kasse.
Wer haftet für Impressum und AGB?
Fast alle Agenturangebote schließen die juristische Prüfung aus. Klären Sie vorab getrennt, wer die Rechtstexte einpflegt und wer inhaltlich dafür geradesteht.
Was fehlt in den meisten Angeboten?
Texte, Produktfotos, Tracking-Einrichtung und der laufende Betrieb. Diese vier Posten fallen zwingend an und stehen selten im Preis.
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